Aktuelles vom RSV Lahn-Dill

22.12.2012

Hannover zeigt RSV-Reserve die Grenzen auf

55:81-Pleite im Pokalviertelfinale – Reboundschwäche kostet Siegchancen

(dst) Mit einer deutlichen 55:81-Niederlage gegen Hannover United hat sich Rollstuhlbasketball-Zweitligist RSV Lahn-Dill II aus dem DRS-Pokal verabschiedet. Eine nervöse Vorstellung und große Schwächen im Defensivrebound kosteten die Domstädter alle Chancen auf einen Sieg und den damit verbundenen historischen Habfinaleinzug im Pokalwettbewerb.

 Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Nord fanden die Domstädter über weite Strecken kein Mittel und konnten die Partie nur bis zum 9:14 (6.) ausgeglichen gestalten. Es folgte ein 15:0-Lauf der Niedersachsen, den der RSV Lahn-Dill II erst durchbrechen konnte, als der Rückstand bereits auf erdrückende 20 Punkte nach nur neun Spielminuten angewachsen war.

Mit großem Kampfgeist bissen sich die Domstädter in den zweiten Abschnitt und hatten nach Beisserts Dreier zum 19:31 (13.) für einen Moment wieder in die Spur gefunden. Doch in den kritischen Momenten war stets Hannovers Spielmacher Tan Caglar zur Stelle und verwandelte eiskalt wichtige Würfe für die Gäste. Mit zwei Treffern zum 21:39 hielt Hannovers überragender Point Guard (18 Punkte, 9 Assists) die Mittelhessen auf Distanz, auch wenn die Hausherren mit der Halbzeitsirene noch auf elf Punkte verkürzen konnten (29:40, 20.).

Aus der Pause kam der RSV Lahn-Dill II dann zunächst mit wesentlich konzentrierterer Defense und starken Abschlüssen. Nach einem schwierigen Korbleger von Zacharias Wittmann legte Kapitän David Amend mit dem 37:44 (24.) nach und brachte die Gastgeber erstmals seit der Anfangsphase wieder auf Tuchfühlung mit dem Ligaprimus der Nord-Staffel.

„Wir hatten in dieser Phase eine echte Chance, aber leider haben wir uns selbst aus dem Takt gebracht und den Faden völlig verloren“, bilanzierte ein enttäuschter RSV-Trainer Daniel Stange. Er musste zusehen, wie Hannover United aus einem Dreipunktspiel und einem unsportlichen Foul das Maximum herausholte und mit sieben Punkten in weniger als 20 Sekunden den Siegeswillen seiner Mannschaft brach.

Während die Leinestädter nun mit aller Macht auf den Halbfinaleinzug drängten, patzte der RSV Lahn-Dill II vor allem defensiv und in der Reboundarbeit und suchte sein Heil in hektischen Abschlüssen. Bis zum Ende des dritten Abschnitts war Hannover United auf 42:61 (30.) davongezogen. Kurzfristig hatten die Wetzlarer Rollis beim 45:61 (32.) noch eine Chance, doch Hannovers Topscorer Thomas Schröder, der alle seine 13 Wurfversuche erfolgreich im Korb unterbrachte, staubte zwei Offensivrebounds zum 45:65 (33.) ab.

„Hannover war das klar bessere und entschlossenere Team“, sah RSV-Trainer Daniel Stange die Schwächen seiner Mannschaft nicht zuletzt im mentalen Bereich: „Wir haben alles, was wir uns vorgenommen haben, nicht umsetzen können. Der frühe Rückstand hat uns völlig aus der Spur gebracht“.

Lahn-Dill: Beissert (13/1 Dreier), Amend (12), Zwerger (9), Wittmann (7), Gans (6), Paar (4), Groß (2), Huber (2), Crombach, Schneidmüller.

Hannover: Schröder (26), Kluck (20/1), Caglar (18), Möllenbeck (6), Sadler (6), Gößling (5), Heise, Kavazis, Seyrl.


 
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